Lind

Köln-Lind

Heute möchte ich euch mitnehmen nach Köln-Lind. Dieses kleine Örtchen grenzt an Troisdorf-Spich. Viel zu sehen gibt es dort nicht, zumindest nichts, was man als Tourist unbedingt besichtigen wollen würde.

Doch wir Kölschgänger berichten ja bekanntlich über dies und das. Wollen auch keinen unserer Kölner Stadtteile, Vororte und Veedel auslassen. So bin ich dann heute einmal durch Lind gestreift, auf der Suche nach Geschichte.

Gefunden habe ich sie auf der Linder Höhe. Eine Sackgasse, die ich aber unbedingt erkunden wollte. Dort ist zunächst einmal der Pfadfinderstamm Galaxias, der bereits seit 1966 existiert. Die meist jungen Mitglieder haben einen Wunsch. Sie möchten gerne ihre Eingangstür erneuern und suchen dringend Material. ( Mittlerweile erledigt).

Nur wenige Meter weiter steht am Ende der Sackgasse ein Gebäude, welches bereits eine Geschichte vorzuweisen hat. Und das beste daran, es steht unter Denkmalschutz. Recherchen ergaben, es handelt sich dabei um Reste der ehemaligen Dynamitfabrik aus Wahn. Lind gehörte im 1. Weltkrieg noch zu Wahn, später zu Porz und heute zu Köln. Ein villenartiges, weißes Gebäude liegt vor einem, dessen Erbauung um 1900 stattgefunden hat.

Die ehemalige Fabrik der Rheinisch Westfälischen Sprengstoffwerke Troisdorf, die dort auf dem heute zum größten Teil abgesperrten Gelände liegt, ereilte am 9.11.1918 ein großes Unglück. Eine Explosion tötete über 100 Menschen. Viele der damals Verunglückten wurden auf dem Friedhof Wahn beigesetzt.

Was ich nicht gefunden habe, ist der Wasserturm, der ebenfalls dort oben steht. Auch dieser ein Relikt aus der Zeit, als das Gelände noch zu einem Rüstungsstandort zählte.

Er liegt wahrscheinlich weiter hinten im abgesperrten Teil, zu dem ich nicht gegangen bin. Im Netz findet man allerdings sehr schöne Fotos von dem ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Turm.(Wurde durch eine unserer Leserinnen mit Foto in den Kommentaren ergänzt)

Auch in der Denkmalliste von Lind befindet sich das Linder Kreuz. Es wurde dort im Jahre 1842 errichtet und steht seit 1980 unter Denkmalschutz. Dieses steht an der Ecke Linder Kreuz/Frankfurter Straße.

Dies war nun eine kleine Exkursion zu einem wenig bekannten Kölner Örtchen.

Habt einen schönen Sonntag, eure Elisabeth.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.