Hier findet ihr kleinere aber ebenfalls schöne Geschichten über unsere Stadt.

Der dicke Herkules

Sechs unter Denkmalschutz stehende Hafenkräne erinnern an die frühere Hafenfunktion des Rheinauhafens mit ehemals sagenhaften 41 Kränen.
Fast ganz am Ende steht er, am Südkai, hübsch parat gemacht, längst unter Denkmalschutz und oft nur von Besuchern der in unmittelbarer Nähe stehenden „Tatortfrittenbude“ beachtet, oder zumindest betrachtet. Dabei ist er für mich ein Wahrzeichen längst vergangener Zeiten hier am Rheinufer. Harte Zeiten, da bin ich mir sicher.

Der Herkuleskran, 1897, ein Jahr vor der Eröffnung des Rheinauhafens erbaut und anfangs von sechs Mitarbeitern (dank eines Übersetzungssystems) mit Muskelkraft bedient. Was muss das für eine Plackerei gewesen sein, unglaublich.74336238_645560439182603_7928548862942248960_o

Dann 1906 auf Elektrobetrieb umgestellt, erbrachte er eine Hebelast von satten 30.000 Kilogramm, was sich 1924 ganz besonders bewährt hat: Bei der Anlieferung des „Dicken Pitters“, der mit 24 Tonnen schwersten Dom-Glocke. Denn der „dicke Pitter“, die Petersglocke wurde von ihm entladen.
Schaut ihn euch an, den alten Kraftprotz, wenn ihr das nächste mal dort spazieren geht. Er ist ein altes Stück Kölle und hat es verdient, beachtet zu werden.

Viel Spaß dabei wünscht euch Ronald.

 


Das Severinstor

Die am Chlodwigplatz gelegene Torburg hat ihren Namen von der Pfarrei St. Severinus. Das Severinstor oder „Vringspooz”, wie sie auf kölsch genannt wird, ist eine der Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer.20171002_121850

Im 13. Jahrhundert errichtet, diente sie der Verteidigung des Toreingangs, und war gleichzeitig ein wichtiger Standpunkt zur Sicherung einiger Klöster und der Straße in Richtung Bonn.

Nachdem 1881 die Stadtmauer eingerissen wurde, verlor die Torburg ihre Funktion und beherbergte lange Zeit verschiedene Museen.

Heute kann man sich in der Torburg trauen lassen und verschiedene Räumlichkeiten können für private Feiern gemietet werden.PSX_20200123_154712

Traditionell wird hier jedes Jahr an Weiberfastnacht die Geschichte von Jan und Griet aufgeführt.

 


Der Tauzieher

Diese Skulptur wurde für die Ausstellung der Vereinigung Kölner Künstler in der Kölner Flora im Jahr 1908 gefertigt. Da sie damals großen Anklang fand, kam irgendwann die Idee auf, eine stark vergrößerte Ausfertigung auf einem ansprechenden Platz in Köln zu installieren. Man entschied sich für eine freie Fläche am Holzmarkt vor dem neuen Kölner Hafen in unmittelbarer Nachbarschaft von Drehbrücke und Malakoffturm.IMG_4429

Die Skulptur aus Muschelkalk gefertigt wurde im Rheinauhafen 1911 aufgestellt. Seit 1980 steht diese Skulptur sogar unter Denkmalschutz. Sie hat eine Höhe von etwa 6,50 Meter, wobei der Sockel etwas mehr als die Hälfte davon einnimmt. Damit ist sie etwa doppelt so groß wie das Original.IMG_4425

Durch die unmittelbare Nähe zur Drehbrücke wird der Tauzieher oft nicht beachtet. Auch finde ich den Platz etwas lieblos und kalt. Irgendwie kommt die Skulptur da nicht zur Geltung und wirkt auf mich schon fast deplatziert. Schade eigentlich, an einem hübscheren Ort und mehr in den Mittelpunkt gestellt bekäme diese Skulptur bestimmt mehr Aufmerksamkeit.

In Köln ist sie übrigens eine der ganz seltenen Figuren, die einen körperlich arbeitenden Menschen zeigen.

 


Das schmalste Haus von Köln

Hi ihr Lieben. Heute war ich mal wieder in einem meiner Lieblingsveedel unterwegs. Rund um den Eigelstein.
Wusstet ihr eigentlich, dass hier auch das schmalste Haus Kölns steht?78252517_653296861742294_8539024038243074048_n

Am Eigelstein 115 steht es, das schmalste Haus in Köln. Es hat eine Breite von nur 2,56 Metern. Dafür hat es eine Länge von rund 30 Metern. Wenn ihr genau hinseht, werdet ihr feststellen, dass die Außenmauern der Nachbarhäuser für dieses kuriose Haus gleichzeitig die Innenwände sind. Die oberen Etagen sind nur über eine Freitreppe im Hinterhof zu erreichen. Würdet ihr hier wohnen wollen?

Manchmal sind es kleine Kuriositäten, die im Alltagsleben untergehen und bei so vielen Sehenswürdigkeiten in dieser Stadt kaum Beachtung finden. Uns Kölschgängern macht es Spaß, diese kleinen Besonderheiten zu entdecken und darauf aufmerksam zu machen. Schaut es euch mal an beim nächsten Besuch im Veedel.

 


 

 

 

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