Hier findet ihr kleinere aber ebenfalls schöne Dinge, die es lohnt sich anzusehen.


Der Tauzieher

Diese Skulptur wurde für die Ausstellung der Vereinigung Kölner Künstler in der Kölner Flora im Jahr 1908 gefertigt. Da sie damals großen Anklang fand, kam irgendwann die Idee auf, eine stark vergrößerte Ausfertigung auf einem ansprechenden Platz in Köln zu installieren. Man entschied sich für eine freie Fläche am Holzmarkt vor dem neuen Kölner Hafen in unmittelbarer Nachbarschaft von Drehbrücke und Malakoffturm.IMG_4429

Die Skulptur aus Muschelkalk gefertigt wurde im Rheinauhafen 1911 aufgestellt. Seit 1980 steht diese Skulptur sogar unter Denkmalschutz. Sie hat eine Höhe von etwa 6,50 Meter, wobei der Sockel etwas mehr als die Hälfte davon einnimmt. Damit ist sie etwa doppelt so groß wie das Original.IMG_4425

Durch die unmittelbare Nähe zur Drehbrücke wird der Tauzieher oft nicht beachtet. Auch finde ich den Platz etwas lieblos und kalt. Irgendwie kommt die Skulptur da nicht zur Geltung und wirkt auf mich schon fast deplatziert. Schade eigentlich, an einem hübscheren Ort und mehr in den Mittelpunkt gestellt bekäme diese Skulptur bestimmt mehr Aufmerksamkeit.

In Köln ist sie übrigens eine der ganz seltenen Figuren, die einen körperlich arbeitenden Menschen zeigen.

 


Das schmalste Haus von Köln

Hi ihr Lieben. Heute war ich mal wieder in einem meiner Lieblingsveedel unterwegs. Rund um den Eigelstein.
Wusstet ihr eigentlich, dass hier auch das schmalste Haus Kölns steht?78252517_653296861742294_8539024038243074048_n

Am Eigelstein 115 steht es, das schmalste Haus in Köln. Es hat eine Breite von nur 2,56 Metern. Dafür hat es eine Länge von rund 30 Metern. Wenn ihr genau hinseht, werdet ihr feststellen, dass die Außenmauern der Nachbarhäuser für dieses kuriose Haus gleichzeitig die Innenwände sind. Die oberen Etagen sind nur über eine Freitreppe im Hinterhof zu erreichen. Würdet ihr hier wohnen wollen?

Manchmal sind es kleine Kuriositäten, die im Alltagsleben untergehen und bei so vielen Sehenswürdigkeiten in dieser Stadt kaum Beachtung finden. Uns Kölschgängern macht es Spaß, diese kleinen Besonderheiten zu entdecken und darauf aufmerksam zu machen. Schaut es euch mal an beim nächsten Besuch im Veedel.

 


Die Brunnenschale auf dem Finkenplatz in Niehl

Hier in schöner Lage einiger Villenhäuser finden wir in der Mitte eine kleine Grünanlage, auf dem eine alte Brunnenschale steht. Auch hier fällt wieder der Name Fritz Encke, wie so oft in Köln, wenn es um Grünanlagen geht. Er ließ diese kleine Anlage 1912 anlegen und es ist anzunehmen, dass auch in dieser Zeit die hübsche Brunnenschale gebaut wurde.IMG_20191029_133457

Die runde Brunnenschale wird durch 5 etwas höhere Säulen untergliedert. Als Brunnen ist die Anlage schon lange nicht mehr in Betrieb, aber wann immer ich hier vorbeikomme, kann ich mich an dem schönen Anblick erfreuen, denn sie wird heute bepflanzt, ist damit auch nach über 100 Jahren immer noch ein „Hingucker“.IMG_20191029_133446


Der Puttenbrunnen in MarienburgLRM_EXPORT_348078284795323_20191027_092228106(1)

Hier handelt es sich um einen hübschen Brunnen, der entdeckt werden will. Marienburg, hierhin verirrt man sich nicht zufällig. Eine ruhige, gehobene Wohngegend. Die Parkstraße, eine kleine unscheinbare Straße. Und wenn man sie entlang geht, steht man irgendwann plötzlich vor diesem Brunnen. Er steht da ein wenig wie eine Mittelinsel eines Kreisels.LRM_EXPORT_348252999309359_20191027_092522820

Gebaut wurde er um 1910 aus Kalkstein. Dieser Schalenbrunnen mit dem großen ovalen Becken gefällt mir gut. In der Mitte steht ein stabiler Brunnenstock, dieser trägt vier Putten, zwei stehen und zwei sitzen. Die stehenden tragen mit erhobenen Händen eine Schale.LRM_EXPORT_348432242379644_20191027_092822064

Eine der sitzenden Putten hält eine kleine Schildkröte auf ihrem Schoß. Von einer kleinen Fontäne fällt das Wasser in die obere Schale und von dort über den Rand und dann über die Putten, um in der unteren Schale wieder aufgefangen zu werden.LRM_EXPORT_348510066398382_20191027_092939888

Sicherlich kein sensationeller Brunnen, aber falls ihr mal am Oberländer Ufer spazierengeht, lohnt sich ein kleiner Abstecher, die Strecke vom Uferweg zum Brunnen beträgt kaum 10 Minuten. Dafür werdet ihr einen hübschen kleinen Brunnen kennenlernen, der euch bestimmt gefällt. Der Puttenbrunnen ist den Weg allemal wert.


 

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