Spaziergang von Nippes in den Rheinpark

Spaziergang von Nippes in den Rheinpark
(Beitrag enthält unbezahlte Werbung)
Wir starten unsere heutige Tour in Nippes, genauer gesagt am oder im (je nach Wunsch) Balthasar im Agnesveedel.
Dieses Veedel liegt zwischen Ebertplatz und Innerer Kanalstraße und hat viel eigenen Charme. Im November 1896 wurde mit dem Bau der Agneskirche begonnen, die Josef Roeckerath nach dem Tod seiner Frau Agnes stiftete. Daher der Name des Veedels.
Nach dem Besuch der Agneskirche gehen wir ein Stück weiter in Richtung Rhein und besuchen das Fort X mit seinem wunderschönen Rosengarten und lassen uns von der Schönheit des Forts und der Rosen betören.
Weiter geht es in Richtung Rheinufer. Unmittelbar vor dem Rheinufer liegt ein wenig versteckt der Skulpturenpark. Ob man jetzt etwas von Kunst versteht oder nicht, durch den kleinen Park schlendern wir auf jeden Fall und schauen uns ein wenig um.
Danach geht es mit der Seilbahn über die Brücke. Die Aussicht ist der Hammer, das verspreche ich euch. Auf der „schäl Sick“ angekommen, schlendern wir in aller Ruhe durch den wunderschönen Rheinpark. Hier solltet ihr häufiger vorbeischauen, denn erstens ist der
Blick auf die andere Rheinseite einfach unglaublich und zweitens kann man bei nur einem Spaziergang gar nicht alles sehen.
Den Abschluss der Tour bildet dann die Kneipe Lommerzheim. Die Kultkneipe schlechthin.
Heute starten wir unsere Tour im Agnesveedel, genauer gesagt im Balthasar. Diese Kneipe, nach der Balthasarstraße benannt, ist eine urkölsche Kneipe und besteht schon seit über 50 Jahren im Kölner Agnesviertel, nah am Ebertplatz und der Agneskirche. Hier wird Tradition und Kultur großgeschrieben. Das Kölsch wird ausschließlich
aus dem Fass auf der Theke gezapft (gezapft wird Gaffel), denn Leitungen gibt es hier nicht.
Bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen. Es gibt rund 20 Sitzgelegenheiten. Das Balthasar ist urgemütlich – und es gibt hier so gut wie keine Touristen. Die Kölschen sind unter sich. Eine Besonderheit möchte ich aber noch erwähnen. Es gibt hier auf der Speisekarte auch noch Gerichte mit Pferdefleisch. Eine alte, fast ausgestorbene Tradition.
Nach dem Besuch des Balthasar wollen wir jetzt aber los. Wir bleiben auf der Neusser Straße, halten uns rechts und laufen direkt auf die Kirche St. Agnes zu und erreichen diese nach ca. 3 Minuten.
Die in der Neustadt gelegene katholische Pfarrkirche gab dem Veedel auch seinen Namen und ist nach dem Dom die zweitgrößte Kirche in Köln.
Im Jahre 1895 stiftete Peter Joseph Roeckerath das Geld zum Bau der Kirche, nachdem seine Frau Agnes 1890 verstorben war. Die Kirche sollte als Grabkirche für seine Frau dienen. Auffallend ist besonders der Turm der Kirche, denn auf diesem Turm befindet sich eine
Aussichtsplattform. Eine für Kirchen typische Kirchturmspitze fehlt. Roeckerath hatte sich eine Hallenkirche mit „Turmanlage ohne Helm“ gewünscht.
Von der Agneskirche biegen wir rechts in den Neusser Wall ein und gehen diesen etwa 500 Meter entlang. Dann sehen wir die Festungsanlage Fort X auf der linken Seite in einem kleinen Park eingebettet. Das einzige Fort des preußischen Festungsringes, das vollständig erhalten ist. Insgesamt wurden 11 Forts auf dem Inneren Gürtel als Verstärkung der Stadtbefestigungsanlage angelegt. Fort X wurde 1825 gebaut. Wir betreten das Fort durch das „Enveloppentor“. Dies steht im Festungsbau für zweite Umwallungslinie. Hier wurde übrigens ein sehr schöner Rosengarten angelegt, der 2013 aufwendig saniert wurde und in dem jetzt über 70 verschiedene Rosenarten zu sehen sind. 2008 ist der gesamte Park rund um das Fort, inklusive Rosengarten, in Hilde-Domin-Park umbenannt worden.
Die Lyrikerin kam 1909 ganz in der Nähe des Parks, in der Riehler Str. 23, zur Welt. Und da eines ihrer bekanntesten Gedichte den Titel „Nur eine Rose als Stütze“ trägt, passt das wunderbar.
Es bleibt vielleicht noch zu erwähnen, dass das „X“ in „Fort X“ für eine römische 10 steht. Die Forts hatten, bzw. haben zwar alle einen Namen, wurden aber später einfach mit römischen Ziffern durchnummeriert.
Nach dem Besuch des Rosengartens gehen wir wieder zurück auf den Neusser Wall und setzen unseren Weg in Richtung Rhein fort. Nach etwa einem Kilometer überqueren wir die Riehler Straße und kommen auf der linken Seite zum Eingangstor des Skulpturenparks Köln.
Ein Ort der Ruhe und des Nachdenkens mitten in der hektischen Stadt. Darüber bin ich jedes Mal erstaunt, aber auch hier ist das gelungen. Der Skulpturenpark ist ca. 4 ha groß und bietet Außenskulpturen deutscher und internationaler Künstler. Er ist als „Ort für die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Skulptur“ angelegt. Alle zwei Jahre wechselt die Ausstellung, so dass man diesen Park immer auf dem „Schirm“ haben sollte. Seit 1997 wird dieser Park mit altem Baumbestand genutzt. Vorher war es eine brachliegende Grünfläche vor dem Kölner Zoo. Der Eintritt ist frei und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Am Ausgang in Richtung Zoobrücke haben wir die Möglichkeit, noch eine Erfrischung zu uns zu nehmen.
Nun gehen wir über den kleinen Parkplatz direkt unter der Zoobrücke durch und kommen zum nächsten Ziel, der Kölner Seilbahn. Mit dieser überqueren wir nun den Rhein und stehen danach auf der „schäl Sick“ im Rheinpark. Spazieren wir nun durch den Rheinpark am Kennedy Ufer entlang. Dieser offene Uferbereich gibt dem eh schon großen Park ein Gefühl von Weite. Er erstreckt sich von der Hohenzollernbrücke bis zum Mülheimer Hafen.Im Jahre 2007 wurde der Park zum schönsten deutschen Park gewählt. Ein Jahr später sogar zum zweitschönsten Europas.
Eine der großen Attraktionen ist sicherlich der Tanzbrunnen, sowie die Claudius Therme und die Seilbahn. Desweiteren gibt es den Jugendpark und einen Spielplatz. Außerdem eine Bimmelbahn, die durch den Park fährt und vieles mehr.
Wir kommen automatisch zur Hohenzollernbrücke. Wer möchte, kann ein Stück auf ihr spazieren und sich die mittlerweilen berühmten und kultigen Liebesschlösser ansehen.
Danach geht es noch ein kleines Stück die neue Rheinpromenade entlang, bevor wir in die Urbanstraße abbiegen. Wir erreichen die Mindener Straße und nutzen die Fußgängerbrücke zum Überqueren. Nun sind es nur noch ein paar Meter die Siegesstraße entlang und wir stehen vor dem Kultlokal in Köln schlechthin, dem Lommerzheim. Auch liebevoll „Lommi“ genannt. Hier bleiben wir noch eine Weile und entspannen uns bei einigen leckeren Päffgen
Kölsch, denn hier endet unsere heutige Tour.
Ich wünsche euch viel Spaß, bleibt neugierig und aufmerksam
Euer Ronald

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