Der Römerpark in der Südstadt

Der Römerpark in der Südstadt
Der mit etwa 2 ha eher kleine Park in direkter Nachbarschaft zum Friedenspark ist mein heutiges Ziel. Entstanden in der Zeit 1895-98 gehört er für mich zu den kleinen, aber feinen Parks, die gerade für die Menschen dort im Veedel eine wichtige grüne Lunge darstellen.
Ursprünglich von Anton Kowallek gestaltet, als Ersatz für die weggefallenen Rheinauenanlagen, dem Werthchen, wurde der Römerpark 1912 vom Gartenbaudirektor Fritz Encke umgestaltet, es gibt ja kaum einen Park aus der Zeit, an dem Encke nicht beteiligt war.
Während meines Spaziergangs durch den kleinen Park gab es doch so einige hübsche Sachen zu bestaunen, die ich bei der doch sehr übersichtlichen Fläche so vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte. So gefiel mir die Steinbrüstung, die auch den eigentlichen Haupteingang an der Claudiusstraße darstellt, sehr gut. Diese hat Encke damals bauen lassen und hat während einer Stadtverordnetenversammlung den Bau der Mauer mit Muschelkalk, statt Sandstein, durchgedrückt. Abgeschaut hat Encke sich diese halbkreisförmige Balustrade sicher in den im barocken Stil angelegten Parks. In Köln finden wir diese Art Balustrade nur sehr selten. Gefällt mir außerordentlich gut. Früher sah es zweifellos noch hübscher aus, da auf den acht Pfosten sogar Pflanzkübel standen.
Was auffällt, ist das immer wiederkehrende Muster. Vieles ist dreiheitlich angelegt, selbst die Wegekreuzungen gehen gerne in drei Richtungen ab, schaut mal genau hin, wenn ihr einmal dort seid. Des Weiteren gibt es hier immer wieder kleine Treppen, gerade wenn man den
Park betritt. Der Park liegt etwa 5 Meter tiefer als das Straßenniveau.
Schaut man von außen in den Park, fällt das gar nicht unbedingt auf, raffiniert gemacht. Übrigens, bevor er angelegt wurde, lag das Gelände noch einmal 3 Meter tiefer, diese 3 Meter wurden zugeschüttet. Ansonsten gäbe es noch mehr Treppen.
Die Aufteilung zwischen Rasenflächen und Gehölzgruppen sind sehr gut gelungen, alles erscheint sehr harmonisch. Seit 1980 steht dieser kleine Park auch unter Denkmalschutz.
Übrigens ist hier im Römerpark auch die Idee zum Bap-Song „Alexandra, nit nur do“ entstanden. Ein klasse Song von Wolfgang Niedecken.
Natürlich ist auch für die Kleinen gesorgt, es gibt hier Spielgeräte, gerade die Tunnelturmrutsche ist sehr beliebt. Für die Kleinen ist der Park sehr gut geeignet.
Früher gab es hier sogar ein kleines Kaffeehaus, dieses stand erst am Kaiser-Wilhelm-Ring,
musste dann wegen einem Denkmal weichen und wurde kurzerhand hier in diesen Park verlegt. Bis 1912 stand es hier im Römerpark. Aber keine Panik, ihr braucht auch heute nicht auf eine leckere Tasse Kaffee verzichten. Fast direkt gegenüber des Parks gibt es ein feines
Café.
Ein weiteres Highlight ist sicher die „Kleine Gigantin”, entworfen von einem Kölner Künstler, der es aber vorzieht, anonym zu bleiben, hier stützt eine kleine Figur einen Baum. Ohne diese Stütze gäbe es den Baum wohl schon lange nicht mehr. Vielleicht komme ich ja einmal
über verschiedene Kanäle an den Künstler heran, er hat noch einige andere ganz tolle Sachen in Köln aufgestellt.
Als Fazit kann ich euch den Römerpark absolut empfehlen. Ich war an einem Sommermorgen hier, hatte mir einen Kaffee mitgebracht, mich immer mal an verschiedenen Ecken hingesetzt, um den Park auf mich wirken zu lassen. Es war die pure Entspannung und einfach herrlich.
Bleibt neugierig und aufmerksam
Euer Ronald
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