IKARUS

IKARUS
Kunst im öffentlichen Raum
Heute geht es zum ehemaligen Stadtarchiv, oder besser gesagt, zur Baugrube. Mensch, es ist jetzt schon so lange her und doch bekomme ich wieder eine Gänsehaut, als ich an diesem „Loch“ stehe.
Einfach furchtbar, was hier passiert ist.
Genau gegenüber der Grube befindet sich das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und an der Wand zur Straße hin hängt mein heutiges Ziel. Der Ikarus.
Es handelt sich um eine wirklich große Fassadenplastik, im Jahre 1957 von dem Künstler Kurt-Wolf v. Borries erschaffen. Borries (* 1928 in Bergen, † 1985 in Köln) war ein deutscher Bildhauer und Grafiker. Er ist auf dem neuen Köln-Weidener Friedhof, Albert-Kindle-Straße (Flur 12), begraben.
Er war Schüler bei Gerhard Marcks, dessen Werken wir in Köln ja auch immer wieder begegnen, sei es „Die Trauernde“ , der „Düxer Bock“ oder „Albertus Magnus“ und einige mehr. Mit Marcks war Borries später sogar recht eng befreundet und ich finde, bei allem Respekt, man sieht seiner Kunst an, aus welchem „Stall“ er stammte.
Aber zurück zu unserem Ikarus. Erhaben schaut er von seinem Platz an der Hauswand, übrigens wiegt das Teil fast eine Tonne. Beim Einsturz des Stadtarchivs wurde auch das Gymnasium beschädigt und der Ikarus musste eine Zeitlang entfernt werden. Nach den Reparaturen kam er natürlich zurück an seinen angestammten Platz und das 3 Meter breite und 3,5 Meter hohe Kunstwerk wurde von Ex-Ob Jürgen Roters feierlich enthüllt.
Und so stehe ich hier vor dem Gebäude, den Ikarus über meinem Kopf. So, wie er dort hängt, mit leichter Neigung nach vorne, bekomme ich das Gefühl, jeden Moment schwingt er sich in die Lüfte.
Eine sehr gelungene Plastik. Es lohnt sich, hier stehen zu bleiben und sich den Ikarus einmal genauer
anzuschauen.
Bleibt neugierig und aufmerksam
Euer Ronald

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