Der Nepomuk in Zündorf

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Der Nepomuk in Zündorf
An vielen Gewässern steht der Hl. Nepomuk, ob als Säulenheiliger oder Brückenheiliger, er ist überall zu finden. Auf Kölschgänger habe ich ihn schon einmal in einem Beitrag erwähnt. Ihr erinnert euch an meinen Artikel über die älteste Wasserburg Kölns? Dort an der Burg Herl steht eine Nepomuk Statue. Heute kommt er mir wieder entgegen. Nein, er springt mir förmlich ins Sichtfeld, als ich vom Rhein kommend, die kleine Brücke Richtung Zündorf überquere. Am Rhein scheint er mir öfter vorzukommen, am Schokoladenmuseum und auch in Beuel, bei Bonn oder am Niehler Dömchen. Letzteren hat Ronald ebenfalls einmal erwähnt, in einem seiner Artikel. Ihr merkt es schon – Nepomuk rocks!
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Doch warum ist das so?
Der Nepomuk war doch eigentlich ein sehr gequälter Mann, wurde er doch der Geschichte nach ertränkt. Und doch ist er nun Schutzpatron der Schiffer, Flößer und Müller. Aber auch der Priester. Das hängt mit seiner Verschwiegenheit zusammen. Er hat nämlich das Beichtgeheimnis gewahrt und genau deswegen wurde er ertränkt.
In der Legende um ihn sollen 5 Flammen um seinen Kopf erschienen sein. Diese findet man bei den Nepomuk Statuen ebenfalls, oftmals als Heiligenschein mit Sternen. So auch an der Säule in Köln Porz-Zündorf.
Er blickt vom Marktplatz über die Brücke Richtung Groov und Rhein.
Passt schon! So als Brückenheiliger und er soll ja auch Schutzpatron gegen die Hochwasser- Gefahr sein.
So kamen im Jahre 1775 ein paar Zündorfer Schiffer auf die Idee, auch in ihrem Heimatort eine Nepomukstatue aufzustellen.
Heute ist sie immer noch ein Blickfang und steht natürlich unter Denkmalschutz.
Doch wer war eigentlich dieser Nepomuk?
Sein Name war Johannes von Pomuk, aus diesem bildete sich der Name Nepomuk heraus. Pomuk ist ein Ort in Böhmen. Er hatte eine glänzende Kirchenkarriere vor sich, wäre da nicht die Neugier König Wenzels gewesen. Der ließ ihn wegen der Wahrung des Beichtgeheimnisses in der Moldau ertränken. Sagt die Legende. Aber andere Quellen behaupten auch schon einmal anderes.
sdr_vivi
Den Zündorfern ist es schlussendlich egal, für sie soll er nur Schutzpatron sein und das bekommt er wohl sehr gut hin. Auch wenn er bei einem Pegel über 8,70 Meter schon im Wasser steht, da Zündorf einer der doch sehr nah am Rhein gelegenen Orte ist. Dank dem alten Nepomuk und der modernen Hochwasserschutzwand sagt der Zündorfer: „Et hät noch emme jood jejange!“
Habt einen schönen Sonntag
Eure Elisabeth
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