Der Zeitungsbrunnen

Schon wieder ein Brunnen, manchmal wundere ich mich selber, wo ich die alle finde. Seltsamerweise sind viele davon mitten in der Stadt zu finden, fallen aber nicht auf, da sie nicht sprudeln. Dieser aber sprudelt, und das ist schön.
Er steht auf der Breite Str., direkt am Verlagshaus DuMont. Er ist hübsch anzusehen und gar nicht mal so klein. Gerade in diesen Tagen bin ich unterwegs sehr dankbar für jeden sprudelnden Brunnen.
Der Verleger Alfred DuMont hatte zum 100. Geburtstag des „Kölner Stadt-Anzeigers“ eine Spende zur Stadtgestaltung versprochen und im Jahre 1986 war es dann soweit. Der Bildhauer Prof. Theo Heiermann entwarf diesen Brunnen und verarbeitete das Thema „Zeitung“, um den direkten Bezug zum nebenstehenden Verlagshaus herzustellen.
Aber kommen wir zum Brunnen selbst. Den Boden bilden zwei Platten. Darauf steht das achteckige Brunnenbecken und in diesem Becken steht eine achteckige Säule. Und diese ist interessant, denn erstens läuft an vier Stellen Wasser aus dieser Säule, zweitens finden wir hier Motive, die alle etwas mit Zeitung zu tun haben. Es gibt die Figur eines Zeitungsverkäufers auf der Straße, einen zeitunglesenden Menschen, ein Mädchen, das sich aus einer Zeitung einen Hut faltet und natürlich gibt es auch eine Plastik des Verlagsgründers nebst Plakette mit einigen Daten.
Einen kleinen Spaß hat sich der Bildhauer auch erlaubt. Er hat sich mit viel Humor selbst verewigt, denn am Brunnenrand findet ihr im Mosaik einer Hand ein 5-Mark–Stück. Und die Älteren werden sich erinnern, wie nannte man doch gleich dieses Geldstück? Richtig, es handelt sich um einen „Heiermann“.
Sicherlich ist dieser Brunnen keine Sensation, aber er ist zumindest ein kleines Stückchen Köln, und mir gefällt es, wenn ich in der Stadt sprudelnde Brunnen finde, an denen ich mich ein wenig erfrischen kann.
Schaut euch den Brunnen ruhig mal in Ruhe an, wenn ihr das nächste mal über die Breite Straße spaziert.
Bleibt neugierig und aufmerksam
euer ronald
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