Treuer Husar – Der Bickendorfer Ziehharmonikaspieler

Heute hat es mich nach Bickendorf gezogen, denn ich möchte euch einen kleinen, aber schönen Brunnen vorstellen. Bereits 1928 wurde er hier erbaut. Der Bildhauer war Willy Meller. Auch der Mechternbrunnen in Ehrenfeld stammt von ihm. Das Material war im Original einmal grüner Kunststein. Jetzt ist es Muschelkalk, denn 1979 wurde von Siegfried Dunkel ein Abguss des Originals erstellt.

Aber schauen wir uns diesen Stockbrunnen etwas genauer an. Unten besteht er aus einem halbhohen, viereckigen Trog, in diesem Becken soll das Wasser aufgefangen werden. An zwei Seiten ist eine (leider) sehr niedrige Bank angefügt. Von vorne ist ein weiteres kleines, flaches, halbrundes Becken vorgelagert. Aus dem Trog ragt ein Pfeiler empor und an diesem ist ein Laufrohr, aus dem das Wasser fließen soll. Seitlich ist eine kleine Plakette mit dem Laufrohr verbunden, darauf ist folgendes zu lesen:

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„Errichtet 1928 v.d. G.A.G. f. Wohnungsbau, Köln.“IMG_20200326_121959

Der Clou an diesem Brunnen ist dann oben auf dem Pfeiler zu finden. Denn dort sitzt ein Treuer Husar mit einer Ziehharmonika.
Um es einmal kurz zu erklären. In der Zeit von 1913-1925 wurden hier die Wohnsiedlungen Bickendorf I und II errichtet. Dann, im Jahre 1928 stiftete die GAG diesen Brunnen und ließ ihn hier an der Nahtstelle der beiden Siedlungen aufstellen.

Der Quetschebüggelspieler soll symbolisch den lebenslustigen Bickendorfer darstellen. Dieser Brunnen gehört einfach zur Ortsgeschichte und hier ist ein kleiner, aber sehr hübscher Platz geschaffen. Beschaulich und angenehm. Seit Dezember 1992 ist dieser Brunnen auch denkmalgeschützt. Gut so. Mir gefällt dieser kleine Brunnen gut und er passt prima hierhin.

Adresse: Am Rosengarten 52-58 (50827 Bickendorf)

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