Das Eigelsteintor

Heute möchte ich euch ein wenig vom Eigelsteintor erzählen. Natürlich gibt es darüber noch viel mehr zu berichten, aber ich habe euch mal ein paar interessante Fakten zusammen- getragen.

Das Eigelsteintor ist das Nordtor der mittelalterlichen Stadtmauer. Ab 1180 erbaut und 1881 abgerissen, war dies die römische Verbindung zwischen den beiden alten Städten Neuss und Xanten und weiter in die südlichen Niederlande. Die Stadtmauer war ein starkes Bollwerk und die stärkste Befestigung nördlich der Alpen. In einer Nische des Tores steht ein Abguss des „kölschen Boor“. Er wurde 1891 als Symbol der Treue der Kölner zu ihrem Kaiser Wilhelm II. aufgestellt. Aber erst mit dem Dreigestirn wurde der „kölsche Boor“ wirklich populär. Das Original steht heute im Rathaus.

Im Turmbogen hängt ein halb zerschossenes Schiffswrack, das an den Untergang der „Cöln“ im Seegefecht 1914 erinnern soll. Damals starben 379 Matrosen. Am Jahrestag findet hier immer eine Gedenkfeier statt. Ebenfalls hängt hier, wie an vielen Orten in Köln, das Stadtwappen. Aber was hat es damit eigentlich auf sich? Die Erklärung: Es hat die Farben rot und weiß, die Farben der Hanse. Die Hanse war eine Vereinigung der Kaufleute zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert. Was heute kaum noch jemand ahnt, Köln war zusammen mit Lübeck Mitbegründer eben dieser Hanse und zählt damit zu den ältesten deutschen Hansestädten.
Die drei Kronen im Wappen stehen für die heiligen drei Könige, denn ihre Reliquien wurden 1164 nach Köln gebracht und liegen im goldenen Schrein des Kölner Doms. Seit dem 12. Jahrhundert sind die drei Kronen das Hoheitszeichen unserer Stadt.

Die elf schwarzen Flammen sind seit dem 16. Jahrhundert im Kölner Stadtwappen zu finden. Sie erinnern an die Heilige Ursula. Eigentlich sollten die Flammen Hermelinschwänze darstellen, da diese im Wappen der Bretagne auftauchen, denn Ursula war eine bretonische Prinzessin.

So, das waren mal einige Fakten zum Eigelsteintor. Habt einen schönen Tag.
Euer Ronald

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