Ein etwas anderes Köln

Ich bin unterwegs in Köln, wie schon so oft und gerne. Mein Weg führt mich diesmal nun zu einem weiteren „Heiligtum“ der Kölner: dem Müngersdorfer Rhein-Energie-Stadion. Ich bin jetzt nicht unbedingt DER Fussballfan schlechthin, aber ich muss sagen, dieser Anblick, wenn man so direkt vorm Stadion steht, hat was. Zumal ich das Ganze in Ruhe genießen kann.

Ins Stadion direkt rein kann ich zwar nicht, aber immerhin habe ich einen Blick durch eine Absperrung auf das Spielfeld erhaschen können. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass es hier während der Spiele zuweilen weit weniger beschaulich und sehr viel lauter zugeht, deshalb nutze ich meinen jetzigen Besuch dort, und kann mich etwas genauer umsehen rund um das Stadion. Wie gesagt, in aller Ruhe.102916557_788876994850946_768518836585445504_n

Nachdem ich das Gelände eine Weile auf mich habe wirken lassen, setze ich meinen Spaziergang fort. Den hinteren Teil des Stadions im Rücken liegt ein Waldgebiet vor mir. Zu überqueren ist dazu nur die Junkersdorfer Straße, dann sehe ich rechts noch ein Gelände, wo in normalen Zeiten ebenfalls trainiert wird. Etwas weiter liegt dann links der Club Astoria, ein beliebtes Ausflugslokal.

Ich gehe noch einige Meter weiter und mir eröffnet sich ein Panorama, was ich hier so nicht erwartet habe. Ich stehe am Ufer des Adenauerweihers und habe plötzlich überhaupt nicht mehr das Gefühl, mich mitten in einer Millionenstadt zu befinden. Für mich persönlich ist Köln sowieso nicht die typische Großstadt, aber mehr schreibe ich dazu jetzt nicht, sonst gerate ich wieder zu sehr ins schwärmen. Und hier geht es ja jetzt gerade mal um dieses herrliche Fleckchen Erde. Kaum vorstellbar, dass sich quasi hier um die Ecke das Rhein-Energie-Stadion befindet, dessen Lautstärkepegel während eines Spiels hier vielleicht noch abgeschwächt zu hören sein mag, trotzdem ist das hier eine ganz andere Welt.103263966_788876854850960_3727944222590575947_n

Auf einer Bank sitzend, genieße ich einfach nur noch den Ausblick auf das Wasser, eingerahmt von Bäumen. Hin und wieder verirren sich hier Jogger oder Radfahrer, die ihrem Bewegungsdrang Genüge tun. Ansonsten herrscht hier nur Stille. Ein Ort zum ausruhen. Ein Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen und Kraft zu tanken. Denn, wo geht das besser als in der Natur und noch dazu in einer so schönen wie hier.

Entstanden ist dieser Weiher, der im östlichen Teil des Stadtwaldes liegt, und seinen Namen dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt Köln, Konrad Adenauer, verdankt, übrigens in den 1920er Jahren, als der Stadtwald erweitert wurde. Adenauer setzte während seiner Amtszeit von 1917 bis 1933 sehr viel daran, Orte zur Erholung zu schaffen.

Rund um den über fünf Hektar großen Weiher, der am Rand des Stadtteils Lindenthal liegt, führt ein Weg, der sich perfekt für einen ausgedehnten Spaziergang eignet.
Und genau das werde ich nächstes Mal mal machen.

Bis bald, eure Ramona

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