Vom Tanzlokal zum Tierheim

„Ohne Ehrenamtler läuft fast nichts!“

Diesen Satz kennt man gerade im Tierheim Dellbrück auch. Das 7000 qm große Areal muss, um wirklich umfassend betrieben zu werden, auf diese zurückgreifen. So sind dort wohl an die 100 Gassigänger im täglichen Einsatz, damit den Hunden auch adäquater Ausgang geboten werden kann.

Logistisch gesehen ist so ein Tierheim schon eine Riesenaufgabe. Hinzu kommt noch die Riesenausgabe. Denn Essen und medizinische Versorgung kosten nun einmal Geld. Zumal das Dellbrücker Tierheim das größte in NRW ist

Soviel zu dem, was eigentlich allen klar sein sollte. Doch seit wann gibt es das Tierheim in der Iddelsfelder Hardt, bei Dellbrück? Kurz hinter dem Ostfriedhof gelegen.

Es ist eines der beiden großen Tierheime in Köln. Da gibt es linksrheinisch noch das in Zollstock. Rechtsrheinisch wird viel vom Tierheim Dellbrück abgedeckt. Um Missverständnissen vorzubeugen, nicht aller Tierschutz bzw. aller Tierauffang wird auf dieser Rheinseite vom Tierheim Dellbrück geleistet. Es gibt noch viele andere Instutionen, z. B. in Porz und Ostheim, die sich ebenfalls kümmern.

Doch warum nehm ich euch mit zum Tierheim Dellbrück? Schaut euch das romantische Foto an, dann ahnt ihr es schon. Das inmitten von Wald und Feld gelegene Gebäude ist in der Liste der Kölner Denkmäler, die Nr. 666!

Das denkmalgeschützte Hauptgebäude ist ein ehemaliges Wohnhaus und macht auf mich persönlich immer den Eindruck eines alten Bahnhofs. Dabei war es dereinst sogar ein Tanzlokal, geführt unter dem Namen „Jagdhaus“. Sein Erbauer errichtete es 1906 als Sommerwohnsitz.
Zum Waldgasthof „Jagdhaus“ wurde es in den Jahren von 1932 bis 1941. Beliebt bei der Kölner und Bergisch Gladbacher Bevölkerung. Im Krieg wurde es übrigens nicht zerstört und konnte somit nach dem 2. Weltkrieg nochmals als Wohnhaus dienen.
Besitzer ist seit 1958 die Stadt Köln, die mit dem Tierheim Dellbrück auch einen Pachtvertrag unterhält. Dort wo früher „Jagdhaus“ am Giebel prangte, steht heute im gleichen alten Schriftzug „Tierheim“.89786860_731428127262500_7753591639267868672_n

Die ersten Tiere zogen 1968 auf das Gelände. Bekannt wurde das Tierheim Dellbrück vor allem durch die 11-teilige WDR Serie „Ein Heim für alle Felle.“
Auch Claudia Ludwig, mit der mich einiges an Tierschutz verbindet,war dort öfter für „Tiere suchen ein Zuhause“ zu Gast (Foto). Doch sie ist nicht die einzige Prominente, die dort den Tieren Gutes getan hat. Regelmäßig findet sich auch Elke Koska ein, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, gerade ganz alten Hunden noch ein Heim zu geben. Ich unterstütze das Heim gelegentlich mit Sachspenden zur Tombola und ab und an einer Teilnahme am jährlich stattfindenden Laternenlauf. Dabei entstand auch das romantische Kerzenfoto.

Wenn ihr also einmal z. B. das Grab der Andreaes im Mielenforst aufsucht, vielleicht auch den neuen Kölner Bürgerwald in Merheim oder den Ostfriedhof besucht, dann spaziert / fahrt doch einmal zur Iddelsfelder Hardt und werft einen Blick auf das schöne Gebäude. Welches übrigens mittlerweile kernsaniert ist.

Habt einen schönen Sonntag, eure Elisabeth.

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