Kreuzwasser

Heute bin ich mal wieder wandern gewesen. Mein Startpunkt war die Rüdigerstraße in Merheim. Ich wanderte Richtung Schlagbaumsweg. Vorbei an Gut Schlagbaum (Foto), den Kunstwerken bei der ehemaligen Ringofenziegelei (Foto), um dann die Treppe hoch zu gehen, die Straße mit den „netten Schlaglöchern“ zu queren und dann an einem „blauen Schaf“ (Foto) vorbei, auf dem Schlagbaumsweg, mein Ziel zu erreichen. Dort kam ich dann dahin, wo der Faulbach die Strunde kreuzt, ohne sie zu berühren. Oder sollte ich besser sagen, ohne ineinander zu fließen, sich zu vermischen.IMG_20191217_113230

Zwischen 2 Mühlen, der Wichheimer und der Herler Mühle, floss die fleißige Strunde, die auf ihrem Weg den Faulbach traf. Dieser war ein fauler Geselle, dessen Fließgeschwindigkeit sehr träge war. Die Strunde hätte hier, wo ich jetzt stehe den Faulbach in sich aufgenommen. Dies wäre aber nicht sinnvoll gewesen, so haben sich die Menschen vor über 1000 Jahren bereits eine Lösung ausgedacht. Die Strunde war nämlich sehr wichtig, denn sie diente als Antrieb vieler Mühlen von Herrenstrunden bis Köln. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Artikel über Holweide, den ihr hier immer wieder nachlesen könnt, oder auf der Kölschgänger Homepage.IMG_20191217_114610

Ich fand diesen Besuch der auch Wasserkraftanlage Erk genannten „Querung“ sehr interessant. Stellte mir vor wie sie vor 1000 Jahren noch aus Holz ausgesehen haben mag. Denn ursprünglich war das heutige Betonkonstrukt eine Wasserrinne aus Holz. Entstanden durch die Findigkeit der damaligen Zimmerleute, die die Strunde, die ab Thielenbruch mittels eines künstlichen Bachlaufs geleitet wurde, an dieser Stelle über den Faulbach lenkten.IMG_20191217_115035

Ein wenig ging ich noch den Bachlauf entlang, dem Hund ein wenig Freilauf gönnend, an der Hundefreilauffläche, die sich dort ebenfalls befindet.
Dann wurde es Zeit zurückzugehen, wobei ich nochmal einen Blick auf Gut Schlagbaum warf und der kleinen Schrebergartenanlage einen Besuch abstattete.IMG_20191217_112544

Euch allen einen „Guten Rutsch nach 2020“ und bis nächsten Sonntag, eure Elisabeth.

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