Schlosspark Stammheim

Auf der anderen Rheinseite gegenüber von Köln – Niehl liegt der Schlosspark von Köln – Stammheim.
Hier stand bis 1945 das Schloss derer von Fürstenberg. Heute erinnert das Kunstwerk „Grafenpaar“ noch an die letzten Schlossbewohner, dem Ehepaar Fürstenberg-Stammheim. Unter ihnen fließt der Strom des Rheins vorbei. Er ist hier teilweise von sehr starker Strömung. Wenn ein Schiff vorbeifährt entstehen Strudel, die man sehr gut von den zahlreichen Bänken an der Promenade beobachten kann.

Die Promenade und die Lindenallee des Schlossparks laden zu einem gemütlichen und kulturell wertvollen Sonntagsspaziergang ein. Jedes Jahr zu Pfingsten wird dort eine neue Freiluft Skulpturen Ausstellung eröffnet. Manche der Kunstwerke bleiben Jahre, doch es kommen immer wieder neue Exponate dazu.
So ist der Goldmops oder die Helga mit ihrem Eisentäschchen, dessen Inhalt zum Nachdenken anregt, schon eine gefühlte Ewigkeit dort.
Mittlerweile gibt es den Schlosspark als Kunst- Park schon 18 Jahre. Die Strecke Nr. 6, des Kölnpfades führt mittendurch.

Direkt nebenan liegt die Kirche Sankt Mariä Geburt. Ein wenig verwunschen schimmert sie durch die alten Bäume. Mitunter haben sie einen Durchmesser von 5 Metern.
In den Platanen kreischt es, denn dort leben Alexander–und Halsbandsittiche. Manche dieser Bäume sind bereits 200 Jahre alt.
Ein Rondell für kleine Vorstellungen und Lesungen befindet sich ebenfalls dort.IMG_20191124_130643

Ein Lächeln entlockte mir eine Holzskulptur, Mutter mit Kind auf den Schultern. Das Kind schaute intensiv auf ein Handy. Wie im richtigen Leben. Nicht nur, weil mir das von Haus aus bekannt vorkommt, sondern weil heute unzählige junge Menschen im Park mit ihren Handys unterwegs waren. Ob zur Pokémonjagd oder auf Pflanzensuche durch QR Codes, oder gar ein Geo Cash, ich weiß es nicht.IMG_20191124_120319

Über 70 Kunstwerke sollen sich auf der ca. 12 ha großen Anlage befinden. Kunst war auch zu Zeiten Franz Egon von Fürstenberg-Stammheims sehr wichtig, so passt es doch gut, wenn auch heutzutage Kunst dort wieder eine Rolle spielt.
Übrigens war der Graf einer der Initiatoren zur Fertigstellung des Kölner Doms. Ihm wurde von der Stadt Köln die Ehrenbürgerschaft verliehen.

Was mir im Park fehlt, ist ein kleines Café. Eigentlich hoffe ich seit Jahren darauf, dass das Haberland-Haus, welches im Park unter Denkmalschutz vor sich „hingammelt“ einmal diesem Zwecke zugeführt worden wäre.
Doch dies ist eine andere Geschichte. Vielleicht erzähl ich sie euch mal.IMG_20191124_130320

Aber man kann ja nicht alles haben. Der Park steht seit 1980 unter Schutz und ist schon eine Oase für sich.

Genießt den Sonntag,

eure Elisabeth

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