Der Helenenturm

Wenn von der römischen Stadtmauer die Rede ist, wird immer der Römerturm an der Zeughausstraße genannt, er ist ja auch schön. Ich möchte heute aber auf einen anderen Turm aufmerksam machen, der mitten in der City steht, als Ruine, zugegeben, aber trotzdem schön und es lohnt sich, mal einige Augenblicke stehen zu bleiben und ihn zu betrachten, denn auch er ist ein altes Stück Geschichte aus der Römerzeit.

Vom Römerturm nur 120 Meter entfernt, an der Straßenecke Helenenstraße und St.-Apern-Straße, steht die Ruine. Gut erhalten von dem Turm ist nur die westliche Hälfte, wobei wohl nur der untere Teil noch aus römischer Zeit stammt.

Der Helenenturm war ein 10 Meter hoher Halbturm. Als Wehrturm angelegt, schloss er an den in südwestlicher Richtung liegenden Römerturm an und war Teil der römischen Stadtmauer und wurde erst zum Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und freigelegt.
Zwischendurch gehörte er wahrscheinlich, wie auch der Römerturm, zum Gebäudekomplex des 1802 aufgelösten Klarissenklosters.

Eine Bank stiftete zu ihrem 300-jährigen Bestehen Bäume für die Grünanlage und mit Hilfe der Stiftung „Kölner Grün“, sowie dem Grünflächenamt der Stadt konnte die Sanierung des Areals finanziert werden, denn bis zum Ende der 50er Jahre war das Gelände ein Trümmergrundstück. In den 60ern wurde der westliche Bereich wenigstens mit Rasen und einigen Bäumen etwas ansehnlicher gestaltet. Im Herbst 2012 wurde die Fläche klarer strukturiert. So wurde der Boden am Turm mit Natursteinen eingefasst, um den Wildbewuchs des Turmes eindämmen zu können. Seitdem ist die Fläche im Turm geschlossen.

Es lohnt sich, mal einen Spaziergang dorthin zu unternehmen. Er ist gut zu erreichen und viele Cafes in der Nähe laden hinterher zum Besuch ein. Ich wünsche euch viel Spaß dabei.

Euer Ronald

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