Weil aufgeben keine Option war…

nein, aufgeben war für Kalle und Karo Köckeritz nicht drin, als es vor einigen Jahren hieß, ihre Gaststätte, das „Gaffel im Linkewitz“ kann am alten Standort nicht bleiben. Der Pachtvertrag mit dem Hauseigentümer lief aus und verlängern kam für ihn trotz aller Versuche der Betreiber nicht in Frage, da ihm der Kneipenbetrieb schlicht zu laut war. Für die Kultkneipe schien das das Aus zu bedeuten. Und tatsächlich wurde das Linkewitz geschlossen. Erstmal…denn nur vier Häuser weiter stand sie…die Lösung.

Ein seit mehreren Jahren leer stehendes Hotel, genauer das „Hotel Niehler Damm“. Zu diesem Zeitpunkt gehörte das Gebäude noch einem russischen Milliardär, mit welchem das Ehepaar Köckeritz nun Kontakt aufnahm. Sie konnten den Besitzer von ihrem Vorhaben überzeugen und das Haus kaufen.

Nun hieß es also umziehen. Aber wie so einen aufwändigen Wiederaufbau hinbekommen?
Mit der Hilfe vieler Menschen, Gäste und Freunde von Karo und Kalle, die tatkräftig mit anpackten, gelang es. Bald darauf konnte das erste öffentliche Wohnzimmer Kölns neu eröffnet werden.

Für genau diese lieben Menschen findet einmal im Jahr ein „Tag der Freundschaft“ statt, der dem Ehepaar Köckeritz immens wichtig ist, wissen sie doch, was sie diesen Menschen zu verdanken haben. An diesem Tag dürfen und sollen sich diese Menschen einmal selbst feiern für ihre tolle Leistungen.

Nun ist das hier aber nicht irgendeine Gaststätte. Hier spürt man, dass mit sehr viel Herz gearbeitet wird. Man fühlt sich wohl, sofort aufgenommen und die Zeit vergeht wie im Flug, wie ich bei meinem ersten Besuch hier feststellen durfte. Noch dazu hatte ich die Freude, Karo und Kalle, zwei wunderbare und sehr herzliche Menschen, kennenzulernen.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön für die schönen Stunden bisher bei euch. Ich bin sicher, da werden noch so einige dazukommen.

Eine weitere Besonderheit ist die Verbindung dieser Gaststätte zum Kölner Dom. Klingt eigenartig? Ich würde sagen, eher einzigartig! Denn hier finden sich im Innenbereich Türen, in denen sich echtes Glas eines Domfensters befindet. Und zwar aus DEM Fenster, welches sich früher an Stelle des heutigen sogenannten „Richterfensters“ befand und zu Zeiten des Dombaumeisters Ernst-Friedrich Zwirner dort eingesetzt wurde.

Die Außenterrasse umschließt ein Zaun, welcher kein Geringerer ist, als der Vorgänger des heutigen Zaunes an der Südfassade des Kölner Domes. Das goldfarbene Muster weist auf die Heiligen drei Könige hin.

Fassen wir es kurz zusammen:

Verbringen wir also hier schöne Stunden bei wunderbaren Menschen, umgeben von Gegenständen des Kölner Domes, zu denen übrigens auch der Stein über dem Eingang gehört, sind wir im wahrsten Sinne des Wortes dem Himmel ganz nah.

Ich kann euch einen Besuch hier nur empfehlen. Und in diesem Sinne wünsche ich euch schon jetzt eine schöne Zeit im „Gaffel im Linkewitz“.

Eure Ramona

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