Der Bierbrunnen

Mitten im Zentrum der Kölner Innenstadt, in direkter Umgebung des Kaufhofes auf der Schildergasse steht er, der Bierbrunnen.
Fast jeder ist schon zig mal an ihm vorbei gelaufen, wahrscheinlich ohne ihn zu beachten, denn in diesem Bereich der City dreht sich ja alles um das Shoppen. Auch ist der Brunnen zwar nicht zu übersehen, aber besonders aufsehenerregend ist er trotzdem nicht, finde ich jedenfalls.

Ab und zu setzt sich jemand auf einen der elf umliegenden Steine, um auszuruhen oder sein Fast Food gemütlicher verzehren zu können. Doch lasst euch die Geschichte hinter diesem Brunnen erzählen, sie ist recht amüsant.

Wir stehen (oder sitzen) vor einer hoch aufragenden Granitsäule, leicht gebogen und ab und an fließt sogar Wasser an ihr herunter. Warum steht dieses Teil hier? Nun, irgendwann zum Ende der 60er Jahre wurde dieser Bereich hier zur Fußgängerzone umgestaltet. Jetzt war auf einmal Platz da und der musste sinnvoll gefüllt werden. Gleichzeitig stellten viele Künstler unglaublich schöne Brunnen her, diese mussten ja irgendwo hin. Warum man dann ausgerechnet hier keinen der hübschen Brunnen ge…, lassen wir das. War Spaß. Zurück zur Geschichte des Brunnens.

Es wurde damals ein Wettbewerb an der Fachhochschule Köln ausgerufen und die Jury entschied sich für den Entwurf des Künstlers Harald Frehen. Die Finanzierung übernahm die Firma Harzheim.
Die hier am 6.5.1972 eingeweihte Brunnenanlage war für eine alljährliche Veranstaltung gedacht, dem „Bierzapfen“. Es sollte einmal im Jahr kurzzeitig Bier an diesem Brunnen gezapft werden können.

Den für die Passanten verblüffenden Ausschank am Brunnen ermöglichte eine unterirdisch verlegte Zuleitung, die zu einem in einer Nebenstraße parkenden Bierwagen führte. Raffiniert gemacht oder?
Leider war diese Veranstaltung nur von kurzer Dauer. Schade, wird sich jetzt manch einer denken, aber stellt euch das mal heute vor.

So, das waren einige Fakten zum Kölner Bierbrunnen, und wenn ihr nächstes mal hier am Brunnen vorbei kommt, werdet ihr an diese kleine Story denken und automatisch Durst auf ein süffiges Kölsch bekommen. Wetten?

Mir geht es jedenfalls gerade so, ich wünsche euch noch eine gute Zeit, bis die Tage.

Euer Ronald

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