LUDWIG SEBUS

Ja ihr Lieben, ihr lest richtig, wir haben ihn. Den Grandseigneur des kölschen Karnevals. Und ich bin ehrlich, als Ludwig Sebus unsere 11 Fragen beantwortete, das war etwas ganz Besonderes, ich habe unendliche Hochachtung vor dem Menschen Sebus, mein kölsches Herz schlägt bei seiner Musik nicht mehr, es schunkelt. Wo wäre der Kölner Karneval ohne ihn. Ohne seine Herzlichkeit, seinen Charme, seine Lieder.

Er ist der Kölnbarde schlechthin. Was für eine lange Karriere hat er hingelegt. 1954 mit dem Lied „Jede Stein in Kölle es e Stöck vun deer“ begann es, und Perlen wie „Wer einmol nur durch Kölle geiht“, „Och Verwandte, dat sin Minsche“ oder natürlich „Am Dom zo Kölle“ kennt jeder Kölsche.
Eigentlich ist es fast egal, welches Lied er singt, er zaubert immer eine ganz besondere Stimmung in die Säle. Mit seinem Erscheinen im Saal zieht auch der Respekt ein und eine ganz besondere Stimmung macht sich breit. Nach den ersten Tönen schauen die Menschen ein wenig selig, manch einer verdrückt eine Träne. Ja, Karneval kann auch anders. Mir erscheint er bei den Auftritten von Ludwig Sebus ein wenig friedlicher, herzlicher. Und das ist schön.

Deshalb sagen wir Kölschgänger ganz herzlichen Dank für das Beantworten unserer 11 Fragen, dies ist für uns ein ganz besonderes Interview.

1. Was verbindest du mit Köln?
Die 2000 jährige Stadtgeschichte und ihre eigene Musikkultur.

2. Wie feierst du Karneval?
Immer total, mal bei Großveranstaltungen, mal mit Freunden in der Kneipe, aber gefeiert wird immer.

3. Wo würdest du leben wollen, wenn nicht in Köln?
Im Münsterland an der Stever.

4. Hast du Rückzugsorte oder Lieblingsplätze in der Stadt?
Ja, in Deutz, das Gebiet zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke.

5. Deine Lieblingslokalität?
Das „Gaffel am Dom“.

6. Was fehlt dir in Köln?
Eine zuverlässige KVB wäre schön.

7. Dein Lieblingsveedel?
Das Belgische Viertel. Hier habe ich meine Kindheit und Jugend verbracht.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?
Wie fast allen Kölnern, die vielen Baustellen.

9. Wer ist für dich eine „echte“ kölsche Persönlichkeit?
Matthias Schumacher, der Archivar des Kölner Karneval-Museums.

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?
Dass es in der Stadt mal voran geht, dass an allen Baustellen gerbeitet würde.

11. Was ist für dich das kölsche Jeföhl?
Dass du mit jedem ins Gespräch kommen kannst, der dich anlächelt.

Und mit ganz herzlichen Grüßen von Ludwig Sebus an euch sagen wir nocheinmal DANKESCHÖN und wünschen euch einen schönen Tag.

Eure Kölschgänger