Ute Schmidt von „Kölner StadtteilLiebe“

Heute möchte ich in unserer Rubrik „11 Fragen“ Frau Ute Schmidt von der Seite „Kölner StadtteilLiebe“ vorstellen. Diese noch recht junge Seite aus dem Kölner Süden hat jetzt neben den üblichen Medien im Netz sogar ein Magazin am Start. Grund genug für uns einmal nachzufragen, was da genau abgeht.

Hallo Ute, bevor wir zu den traditionellen 11 Fragen kommen, im Kölner Süden bist du ja weltbekannt, einigen aus den anderen Gebieten unserer Stadt vielleicht noch nicht so. Wer bist du?

Ute Schmidt: Wer bin ich? Gute Frage?
Also zuerst einmal lebe ich hinter der Brücke, im schönen Kölner Süden. Fahre ich über die Brücke, fahre ich gefühlt schon ins Ausland. Gehe ich ins Dorf, gehe ich auf den Maternusplatz in Rodenkirchen, fahre ich in die Stadt, fahre ich über die Rheinuferstraße nach Köln. Ich liebe meinen Stadtteil, darum lebe, arbeite und mache ich quasi alles hier. Ich bin weder ein Punker noch ein Hippie – doch langweilig bin ich nicht. Ich bin ein Menschenfreund und brauche die tägliche Kommunikation. Ich bin viel an der frischen Luft mit meinem Hund, doch Sport kenne ich nur aus dem Fernsehen. Karneval war mir einmal sehr wichtig und der FC gehört irgendwie schon immer in mein Leben, doch wie sagt mein Sohn „ich bin ein Event-Gucker“.

Mit viel Freude leite ich die Rodenkirchener Unternehmerinnen und habe ein eigenes Medien-Format die „Kölner StadtteilLiebe“. Wer mich kennt, weiß, dass ich viel Energie habe, doch ein Partyhase bin ich nicht mehr. Meine sozialen Kontakte sind und bleiben mir wichtig, genau wie mein Kind, mein Partner und meine Freunde. Grundsätzlich versuche ich mir und anderen das Leben schön zu machen. Außerdem bin ich leidenschaftliche Netzwerkerin in vielerlei Richtung. Viele sagen: Du bist halt Ute…

1.Was verbindet dich mit Köln?

ALLES…… Also erst einmal bin ich in Köln geboren, aufgewachsen und mit dem rot/weißen Gen von einer echt KÖLSCHEN FAMILIE infiziert. Dann ist der Dom für mich das schönste Kappelchen der Welt. Dazu liebe ich die Menschen, die hier leben, außerdem brauche ich die Vielseitigkeit in unserer Stadt und die vielen unterschiedlichen Veedel. Ich könnte ich mir mein Leben woanders nicht vorstellen.

2.Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Ich bin in den Karneval geboren und kann mir mein Leben ohne Karneval nicht vorstellen. Früher habe ich ALLES mitgenommen, doch heute schäme ich mich oft und frage mich: Was ist aus dem schönen Fastelovend nur geworden? Ballermann statt Brauchtum, Krach statt schunkeln, hochdeutsch statt kölsch… und dann singe ich immer:

OCH, WAT WOR DAT FRÖHER SCHÖN DOCH EN COLONIA
Wat hät doch Köln sing Eigenart verlore,
wie wor dat Lääve he am Rhing so nett.
Mer is sich selver net mie räch im klore,
ob mer ne Fimmel oder keine hät.
Der fremde Krom et es doch zo bedoore,
als aahle Kölsche schüddelt mer de Kopp,
deit mer sich bloß die Pänz vun hück beloore stüß einem jeidesmol de Haimat ob…

3.Wo würdest du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Nirgendwo, je älter ich werde, könnte ich mir eine asiatische Auszeit vorstellen, doch nach ein paar Wochen, müsste ich immer wieder nach Hause.

4.Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Na klar… Ist mir alles ein wenig viel, gehe ich Stunden mit meinem Hund ab Weisser Rheinbogen spazieren. Dann kann es passieren, dass ich bis zum Dom laufe, dort stelle ich dann ein Kerzchen auf, beobachte das lebhafte Treiben und fahre mit dem Böötchen zurück. Möchte ich Genuss, beobachte ich die Menschen auf dem Maternusplatz, am Rhein oder auf dem Wasser. Und möchte ich das herzliche Leben, fahre ich meine Freunde besuchen in der Südstadt, in Junkersdorf oder fahre auf den Nüssenberger Hof.

5.Deine Lieblingslokalität?

Ganz klar das Bistro Verde in Rodenkirchen, dann natürlich unser Eiscafe am Maternusplatz und die Krone, dort gehen wir nämlich regelmäßig kegeln…. Super lecker ist es IMMER in der Hauptsache und im Il Pazzo, dort kochen die Inhaber garantiert ohne Tütchen und Büchsenöffner. Möchte ich eigentlich gar nicht so laut sagen, schon jetzt sollte man reservieren – zwinker.

6.Was fehlt Dir in Köln?

Ordnung und das in vielerlei Hinsicht. Dazu fehlt mir immer mehr die kölsche Sprache und die echten Kölschen. Die werden leider immer weniger und in den kölschen Veedeln findest du immer mehr Imis, welche die alteingesessenen Kölschen verdrängen und Ihnen ihre Lebensart aufdrücken möchten.

7.Dein Lieblingsveedel?

Zum Leben ganz klar der Kölner Süden, ich fühle mich hier zu Hause. Doch freue ich mich auch immer wieder mal in die Südstadt, ins belgische Viertel und nach Lindenthal zu fahren.

8.Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Der Verkehr, die Politik, die Demos und der Zerfall der Stadtteile. Langsam sollte Köln einmal wach werden, damit wir alle nicht das verlieren, was wir so lieben – UNSER KÖLN.

9.Welchen Kölner Promi würdest du gerne treffen?

Puh gute Frage …. Ich glaube den Woelki, super gerne hätte ich Adenauer einmal kennengelernt und richtig gerne würde ich mich einmal mit Anthony Modeste und Timo Horn unterhalten. Damit der eine zurückkommt und der andere bleibt. Aber ganz ehrlich sind mir Promis eigentlich egal, viel lieber treffe ich Menschen, die etwas bewegen und für etwas einstehen.

10.Wenn Du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Mein Büro. Ich würde meinen Posten räumen und in Ruhe meine Kisten packen….

11.Was ist für Dich das kölsche Jeföhl?

Dieses Kribbeln im Bauch, was man immer wieder hat, wenn man nach Hause kommt und die Domspitzen sieht.

Kölschgänger bedankt sich bei Ute Schmidt für das Interview.

Kölner StadtteilLiebe im Netz:

Homepage: www.koelner-stadtteilliebe.de
Facebook: https://www.facebook.com/koelnerstadtteilliebe/

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