Renate Geiter – Künstlerin

Heute möchten wir einmal eine Künstlerin vorstellen, deren Bilder ja schon häufiger auf unserer Gruppenseite gezeigt wurden. Wir sind nach wie vor total begeistert von ihnen und so lag es nahe, dass wir Renate Geiter zu unseren 11 Fragen einluden.

Renate wurde 1971 in Cochem an der Mosel geboren, in Frankfurt am Main und später in Lohmar an der Sieg aufgewachsen, ist sie zum Studium nach Köln an den Rhein gezogen und natürlich auch geblieben. Zwei Jahre nach dem Studium arbeitete sie zunächst noch als Architektin, doch seit 2001 widmet sie ihr Dasein der Kunst. Die ersten Bilder waren abstrakt. Später wurde es eine Mischung aus abstrakter und gegenständlicher Malerei. Momentan lebt sie in Zollstock, und um die Zollstocker in die kleinste Galerie Kölns zu locken, entstand die Idee, den Zollstockern ihr Viertel zu malen. Da sie zeitgleich in das Viertel zog, war die Identifizierung nicht schwer. Zunächst fotografierte sie die für sie interessanten Straßenzüge und malte sie anschließend in Ihrem Stil. Hier vereinte sich nun erstmalig die 20-jährige Erfahrung als Künstlerin mit dem Blick und dem Raumempfinden der Architektin.

Das Projekt war so erfolgreich, weil jeder Kölner sein Viertel liebt, dass Renate daraufhin begann, weitere Stadtviertel malerisch festzuhalten. Es entstanden Bilder zu Bayenthal/Marienburg oder auch Klettenberg. Die letzte Ausstellung fand in der Galerie daneben im Rathenauviertel statt mit Bildern zum (wie sollte es anders sein) zum Rathenauviertel: Eindrucksvoll findet Renate, dass jedes Viertel etwas ganz besonderes hat. Sich malerisch mit einem Viertel zu beschäftigen, ist das beste Mittel, um die Schönheit der eigenen Heimat zu erfahren. Mit ihrer Ausstellung in der Galerie Display 2016 in Zollstock begann eine neue Ära. Das nächste Ziel ist Ehrenfeld. Termine findet ihr auf der homepage: www.renate-geiter.de Jetzt aber zu den 11 Fragen.

1. Was verbindet dich mit Köln?

Da gibt es mehrere Punkte. Zum einen sind hier während meiner Studienzeit tolle neue Freundschaften entstanden, die bis heute andauern. Zum anderen: Wer einmal in Köln lebt, möchte hier nicht mehr weg. Köln ist so großstädtisch und doch so klein und fast dörflich durch die autarken Viertel. Egal, wo man in Köln wohnt, nach einer Woche kennt einen der Kioskbesitzer, der Bäcker und in der Kneipe nebenan trinkt man schon zusammen mit den Alteingesessenen ein lecker Kölsch.

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Karneval ist eine Offenbarung, der man sich einfach hingeben muss. Vom Einsingen angefangen, bis zur Nubbelverbrennung mache ich jedes Jahr alles mit. Obwohl man als „Immi“ natürlich nicht gleich jeden Text so versteht, wie er eigentlich gemeint war. So wird aus: „ Leve in de dach rin“ gerne mal ein : „Leben in der Dachrinne“…..

3. Wo würdest du Leben wollen, wenn nicht in Köln?

Et gitt kei Wood…. und kei andre Ort

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Am Rathenauplatz war ich gerne auf dem Selbigen und am Aachener Weiher. Jetzt wohne ich in Zollstock und hier ist der Vorgebirgspark und Kalscheurer Weiher sehr schön.

5. Deine Lieblingslokalität?

In Zollstock gibt es viele großartige Kneipen von urig: Zollstocker Hof (ganz phänomenal) bis „novel cuisin“ : alter Zollhof, doch am häufigsten, weil die Leute dort auch ausnehmend nett sind und wir quasi nur aus der Haustür rausfallen müssen, halten wir uns im Höninger auf.

6. Was fehlt dir in Köln?

Mir fällt nichts ein. Vielleicht würde ich gerne um mehr Umsicht bei dem Party-und Grillvolk bitten. Wir haben unseren Müll früher weggeräumt….

7. Dein Lieblingsveedel?

Zur Zeit ist mein Lieblingsveedel natürlich Zollstock- weil ich dort wohne. Früher war es Ehrenfeld, dann Sülz und dann das Rathenauviertel aus dem gleichen Grund.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Ich weiß nicht, ob das kölnspezifisch ist, aber der Müll in den Parks, der dort einfach liegengelassen wird und die Leute, die in Hauseingänge pinkeln, finde ich ekelhaft.

9. Welchen Kölner Promi würdest du gerne treffen?

Also als erste fällt mir da Carolin Kebekus ein. Die finde ich unglaublich, unwahrscheinlich, hammer-tolle Person.

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Hach-das ist mir zu kompliziert.

11. Was ist für dich das “kölsche Jeföhl?

Das „kölsche Jeföhl“ ist pure Heimat – angekommen sein – sich wohl fühlen. Toleranz und gute Laune.

Kölschgänger bedankt sich bei Renate Geiter für das Interview.

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