Ralf Werlich von der „Sport Lounge Köln“.

Die „Sport-Lounge-Köln“ informiert über Sport in und um Köln, dazu gibt es schöne Interviews und einen sehr hörenswerten Podcast. Es werden nicht nur „grosse“ Vereine vorgestellt, sondern auch die „Kleinen“, sowie Sportarten, die nicht so im Mittelpunkt stehen. Eine sehr schöne und spannende Kölner Seite und deshalb natürlich ein Kandidat für unsere 11 Fragen. Also ging es diesmal in den Kölner Süden.

 

1. Was verbindet dich mit Köln?

Zu allererst meine Frau. Sie ist „e echt kölsch Mädche“!
Dann der Karneval. Und natürlich die Vielfalt des Kölner Sports.

2. Wie feierst du Karneval oder versuchst du, ihm zu entfliehen?

Entfliehen? Habe ich, glaube ich, einmal probiert. Mit mäßigem Erfolg.
Ich gehöre dem Senat der KG Kapelle Jonge von 1947 an. Außerdem war
Ich im Engelskirchener Dreigestirn Jungfrau.
Karneval ist eine schöne Tradition, wenn sie traditionell gefeiert und
zelebriert wird und nicht zum „Ballermann“-Brauchtum mutiert.

3. Wo würdest du leben wollen, wenn nicht in Köln?

In einem Vorort von Köln, um schnell nach Köln zu kommen, wenn ich Lust dazu habe. Oder in Hamburg, der zweitschönsten Stadt Deutschlands.

4. Hast du Lieblingsplätze oder Rückzugsorte in der Stadt?

Lieblingsplätze gibt es viele. Ich fahre sehr gerne mit dem Rad am Rhein entlang. Da sind wir in Köln mit tollen Radwegen wirklich gut bedacht. Und natürlich die Sportstätten dieser Stadt.
Rückzugsorte? Die habe ich. Wie eben gesagt zum Beispiel am Rhein. Mehr möchte ich aber nicht verraten, denn sonst sind es bald keine Rückzugsorte mehr.

5. Deine Lieblingslokalität?

Ganz klar das Vereinslokal der KG Kapelle Jonge, das „Landhaus Alt Weiß“. Neben lecker Kölsch und sehr gutem Essen genieße ich dort die Geselligkeit. Ansonsten die Cafés rund um den Maternusplatz in Rodenkirchen.

6. Was fehlt dir in Köln?

Was in Köln auf jeden Fall fehlt, ist eine Sporthalle, die eine Größe
zwischen Schulsporthalle und Lanxess-Arena hat. So 2500 Zuschauer Fassungsvermögen. Mir persönlich fehlt nichts in Köln.

7. Dein Lieblingsveedel?

Das begrenze ich nicht auf ein Veedel. Der Kölner Süden begeistert mich. Rodenkirchen-Weiß-Sürth, die Achse des angenehmen Lebens.

8. Was geht dir in Köln auf die Nerven?

Man spricht häufig davon, wie tolerant der Kölner ist. Wenn er diese
Toleranz auch leben würde, wäre das toll.
Und die Kölner Selbstverliebtheit kann schon manchmal nerven, wenn man spürt, dass der Kölner keine anderen Götter neben sich duldet.

9. Welchen Kölner Promi würdest du gerne treffen?

Toni Schumacher, Lukas Podolski, Carolin Kebekus

10. Wenn du einen Tag OB wärst, was würdest du ändern?

Zunächst möchte ich sagen, dass ich den Job nicht gerne machen würde, weil es immer Menschen geben wird, die einzig und allein darauf aus sind, dir Steine in den Weg zu legen.
Aber wenn man mir den Job für einen Tag aufs Auge drücken würde, würde ich Sprayer härter bestrafen. Ich könnte, entschuldigt das Wort, kotzen, wenn ich sehe, wie Gebäude, auch historische Gebäude, durch Graffiti verschandelt werden.
Das sind Aktionen,die niemandem nutzen und noch nicht mal schön
aussehen.

11. Was ist für dich das „kölsche Jeföhl“?

Das kölsche Jeföhl ist für mich, einfach auf Menschen zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ein lockerer Umgang miteinander. Schön wäre, wenn etwas mehr „wir“- und weniger „ich“-Mentalität Einzug halten würde. Dann würde die Stadt wieder ein Stück weit so lebens- und liebenswert, wie sie mal war und was sie ausgezeichnet hat.

 

Kölschgänger bedankt sich bei Ralf für das Interview.